Meine Webanwendung funktioniert und ich suche erste Testprojekte
Ich habe in zwei Tagen die Beta meiner eigenen Webanwendung gebaut. Und ich bin gerade selbst ziemlich überrascht von mir. Die Brand Pipeline funktioniert, inklusive Projektmanagement und einem Portal für Kund:innen und Team. Jetzt geht es ans Testen mit echten Projekten.
Ich habe meinem Kind gesagt: Das ist das Krasseste, was ich bisher getan habe. Nach dem Kinderkriegen, natürlich. Und trust me, ich habe schon viel Action erlebt. ;)
Vielleicht bin ich auch deshalb so aufgeregt, weil mich die Idee dahinter schon ziemlich lange beschäftigt. Ich möchte meinen Markenentwicklungsprozess in eine Anwendung übersetzen, die Organisationen beim Aufbau ihrer Marke unterstützt und uns auf der kreativen Seite einen Teil der Routinearbeit abnimmt. Gerade die vielen Briefingfragen, Informationen und Abstimmungen sollen sich darin sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Im vergangenen Jahr habe ich dafür eine Projektskizze bei einem Förderwettbewerb eingereicht. Anfang dieses Jahres wurde die Idee von der Jury als förderwürdig ausgewählt. Ich habe auch den Antrag gestellt, ihn später aber nicht weiterverfolgt und zurückgezogen, weil mir neben meiner laufenden Arbeit schlicht die Zeit für die notwendige Überarbeitung fehlte. Die Förderung kam also nicht zustande. Die konzeptionellen Vorarbeiten und der Wunsch, das umzusetzen, waren trotzdem da.
Lange ging es dabei um Fragebögen, einzelne Custom GPTs und die Frage, wie sich die verschiedenen Schritte der Markenentwicklung miteinander verbinden lassen. Wer schon einmal an so einem Prozess gearbeitet hat, kennt das vielleicht: Ein Briefing wird ausgefüllt, Informationen werden ergänzt, jemand hat Rückfragen, dann ändert sich eine wichtige Entscheidung. Und plötzlich muss man schauen, an welchen Stellen diese Änderung noch berücksichtigt werden muss.
Inzwischen habe ich über VdU x Google das Google AI Professional Certificate abgeschlossen. Gleichzeitig haben sich die Tools im vergangenen Jahr für mich spürbar weiterentwickelt. Diese Kombination hat mich noch einmal neugierig gemacht. Es hat mich die Tage einfach gepackt, und ich wollte wissen, wie weit ich mit meinen Vorarbeiten inzwischen komme.
Was soll ich sagen: In zwei Tagen ist die Beta entstanden. Eine Webanwendung, in der ich Markenprojekte organisieren kann, mit einem eigenen Kunden- und Teamportal. Briefings, der Projektfahrplan und Freigaben haben darin einen gemeinsamen Ort. Kund:innen können ihre Eingaben bearbeiten, später weiterarbeiten und sehen, welcher Schritt gerade ansteht. Auf den Screenshots bekommt ihr schon einen Eindruck davon.
Die fachliche Arbeit dahinter hat natürlich eine längere Vorgeschichte. In der Anwendung steckt mein Markenentwicklungsprozess, an dem ich schon vor diesen zwei Tagen gearbeitet habe. Dass ich daraus jetzt tatsächlich eine funktionierende Beta bauen konnte, finde ich trotzdem ziemlich krass. Und ich will jetzt herausfinden, wie sie sich im Alltag anderer Menschen bewährt.
Wofür ich die Brand Pipeline entwickle
Ich denke dabei besonders an die Menschen, die in der Demokratiearbeit, in der Jugendarbeit oder im Umweltschutz etwas bewegen wollen. Da sind verdammt gute Leute, die neue Projekte aufbauen, Organisationen gründen oder einen Verein ins Leben rufen. Sie wissen, warum sie das tun und was sie verändern möchten.
Beim Markenauftritt wird es dann häufig schwierig. Es braucht ein Logo, eine Website, einen Auftritt in den sozialen Netzwerken. Vorher müssten eigentlich noch einige Fragen geklärt werden: Wofür stehen wir? Wen wollen wir erreichen? Wie erklären wir so, was wir tun, dass andere es verstehen und sich angesprochen fühlen? Dafür braucht es Zeit, Erfahrung und oft auch Geld, das am Anfang eben noch nicht da ist.
Dann macht irgendjemand den Markenauftritt ein bisschen nebenher. Meistens eine Person, die sowieso schon viel zu viel auf dem Tisch hat. Eine Agentur mit genau dieser Starthilfe zu beauftragen, ist für viele dieser Projekte schlicht nicht finanzierbar. Und so wird der Aufbau der eigenen Marke zu einer zusätzlichen Aufgabe, bevor die eigentliche Arbeit überhaupt richtig losgehen kann.
Mit der Brand Pipeline möchte ich diese Starthilfe zugänglicher machen. Mein Ziel ist ein Prozess, der gute Fragen stellt, vorhandenes Wissen zusammenführt und daraus eine brauchbare Grundlage für den Markenauftritt entwickelt. Eine Grundlage, mit der die Organisation selbst und die Kreativen, die sie unterstützen, weiterarbeiten können.
Das ist für mich sehr nah an dem, wofür ich mit meiner Arbeit stehen möchte: Empowered Brands for a better tomorrow. Ich möchte, dass die Menschen hinter guten Projekten leichter zeigen können, was sie tun, und dafür die passenden Menschen erreichen.
Wen ich jetzt zum Testen suche
Für die erste Testphase suche ich zwei bis drei Projekte oder gemeinnützige Organisationen, die einen Markenlaunch oder Relaunch planen. Ihr bekommt ein Brand Kit kostenlos. Im Gegenzug wünsche ich mir strukturiertes Feedback zur Anwendung und zu den Ergebnissen. Mich interessiert, wo ihr gut durch den Prozess kommt, welche Fragen unklar sind und ob euch das Ergebnis bei eurem Markenauftritt tatsächlich weiterhilft.
Außerdem suche ich zwei bis drei Kreative, die die Anwendung aus Agenturperspektive testen möchten. Gerade bei den Briefingprozessen möchte ich genauer hinsehen: Wo erleichtert die Anwendung die Arbeit? Welche Routineaufgaben nimmt sie ab? Wo braucht es weiterhin Rückfragen oder einen anderen Ablauf, damit die Zusammenarbeit besser funktioniert?
Es geht jetzt darum, die Beta mit realen Projekten und unterschiedlichen Arbeitsweisen zu testen. Euer Feedback soll mir helfen, die Anwendung dort weiterzuentwickeln, wo sie im Alltag wirklich gebraucht wird.
Wenn ihr mit einem Projekt dabei sein möchtet, schreibt mir kurz, worum es geht, was ihr mit eurem Launch oder Relaunch vorhabt und wo ihr gerade steht. Wenn ihr auf der kreativen Seite testen möchtet, erzählt mir gern, in welchem Bereich ihr arbeitet und mit welchen Briefings ihr normalerweise zu tun habt.
Ich bin gerade ziemlich stolz auf das, was da entstanden ist. Und sehr gespannt auf die ersten Projekte, die wir damit durchlaufen. Also, Test Clients: come to me!